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Arztpraxis René Richter Praxis für traditionelle indische Medizin (Ayurveda) |
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Arztpraxis René Richter
Praxis für traditionelle indische Medizin (Ayurveda) Neue Rossstr. 11-12 10179 Berlin-Mitte (U2) Märkisches Museum Termine nach Vereinbarung Telefon (030) 315 11 68 0 Impressum |
Was ist Ayurveda?Was ist Ayurveda? Ayurveda ist eine über 5.000 Jahre alte Erfahrungsmedizin. Entstanden ist die Ayurveda in Nordindien. Von dort hat sie sich über den gesamten indischen Subkontinent ausgebreitet. Im Laufe der Zeit stand die Ayurveda in regem Austausch mit der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), aber auch mit der arabischen und alt-griechischen Medizin gab es regen Austausch und Wechselwirkungen. Heute ist die Ayurveda neben der Schulmedizin eine anerkannte Medizinrichtung in Indien, die auch in anderen Teilen der Welt, vor allem in Nordamerika und Westeuropa zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gerade in Europa wird Ayurveda oft fälschlicherweise als reine Wellnesslehre verstanden. Dies ist nicht richtig - Ayurveda ist eine vollwertige und allumfassende Medizinrichtung, die mit ihren acht Fachgebieten alle Aspekte der menschlichen Gesundheit abdeckt. Diese Fachrichtungen sind in Einzelnen
Als ganzheitliche Medizinrichtung betrachtet die Ayurveda keinen Bestandteil und Vorgang des Lebens isoliert. Sie ist Teil der vedischen Schriften, die Anregungen und Regeln für ein erfülltes und genussvolles Leben im hier und jetzt geben und die die vedischen Wissenschaften begründen. Diese Regeln und Anregungen beschränken sich nicht auf den rein gesundheitlichen Bereich, sondern erstrecken sich zum Beispiel auch auf den spirituellen und geistigen Bereich, ohne dabei aber religiöse Dogmen aufzustellen. Die Ayurveda ist zwar vor dem Hintergrund der hinduistischen Religion entstanden, lässt sich aber auch komplett frei von religiösen Einflüssen anwenden und praktizieren. Die Ayurveda steht im engen Zusammenhang mit Yoga, Vastushastra (dem vedischen Gegenstück zum chinesischen Feng Shui), Jyotish (vedische Astrologie) - und zusammen bilden diese vedischen Wissenschaften ein Ganzes.
Alles auf dieser Welt ist aus den fünf Elementen aufgebaut. Zunächst entstand der "Raum", der sich dann mit "Luft" füllte, die sich wiederum erhitzte und damit das "Feuer" hervor brachte, das seinerseits das "Wasser" kondensierte, welches sich letztendlich zu "Erde" verdichtete. Wer diese Begriffe wörtlich zu erfassen versucht, ist auf dem Holzweg! "Luft" ist mehr als nur die Luft, die wir atmen, es steht auch ganz allgemein für Bewegung und Dynamik im gesamten Denksystem. Wir Menschen brauchen immer Schubladen oder Kategorien, die uns helfen, die mehr als eine Million Vorgänge um uns herum einzuordnen und daran Verhaltensweisen zu knüpfen. Dieser Wirklichkeit wird kein Denkmodell gerecht. Nichtsdestotrotz können wir mit Hilfe von wenigen, einfachen Kategorien und Regel auch die komplexesten Systeme beschreiben und begreifen. Und nur Sachen, die wir selbst erklären können, können wir auch verstehen und auf sie einwirken. Insofern ist die Lehre von den fünf Elementen ein guter Ansatz, um den Mensch selbst und das Leben an sich zu verstehen und zu beeinflussen. Auch der Körper baut sich aus diesen fünf Elementen auf. Im lebendigen Wesen werden aus den fünf Elementen die 3 Bioenergien (Dosha), und zwar Vata = Raum + Luft Pitta = Feuer + Wasser Kapha = Wasser + Erde Jeder Mensch enthält immer Anteile aller drei Dosha. Häufig ist es jedoch so, dass ein Dosha von Hause aus im Vordergrund steht und die anderen dominiert. Man spricht dann vom Vata-, Pitta- oder Kapha-Typ. Schwieriger wird dieses Einteilung, wenn zwei Dosha dominieren oder sogar alle drei Dosha ausgeglichen sind. Die Kunst ist es, eine natürliche Dosha-Dominanz von einer vorübergehenden Dosha-Störung zu unterscheiden. Ein Mensch mit einer Dosha-Störung hat ein zuviel an einem Dosha, das bei ihm körperliche Probleme wie zum Beispiel Krankeiten verursacht. Ein Mensch mit einer Dosha-Dominanz hat viel, aber die für ihn gerade richtige Menge dieses Dosha. Würde man bei beiden Patienten stur dieses Dosha reduzieren, hilft lindert dies bei dem einen die körperlichen Probleme während das bei dem anderen vollkommen kontraproduktiv ist und wiederum zu einem Mangelsyndrom führt, das sich in neuen körperlichen Problemen äußert und krank macht. Leider wird gerade dieser Unterschied von vielen Ayurveda-Therapeuten grundlegend missverstanden - hier unterscheidet sich die Spreu vom Weizen. Es ist nicht damit getan, mit einem unflexiblen Fragebogen heraus zu finden, welcher Doshatyp scheinbar dominiert und dann sofort mit einer doshareduzierenden Behandlung zu beginnen. Jeder Mensch ist ein Individuum und muss auch individuell behandelt werden. Auch wenn zehn Menschen wegen Asthmas Rat und Hilfe bei einem Ayurvedaarzt suchen, kann es sein, dass jeder Einzelne unterschiedlich behandelt wird.
Warum ist dieses Agni so wichtig? Der beste Treibstoff nützt nichts, wenn er unzureichend verbrannt wird. Das beste Essen wird im Körper Schlackstoffe hinterlassen, wenn es unzureichend verdaut und in seine vom Körper verwertbaren Bestandteile aufgespalten wird. Schlackstoffe können wiederum zu Giftstoffen werden, die dem Körper schaden.
Ayurveda hat drei Gebiete, auf denen sie sehr stark ist: Vorsorge (Prophylaxe), im Wohlfühlbereich (Wellness) und die Behandlung von langwierigen Krankheiten (Therapie chronischer Erkrankungen).
Ayurveda eignet sich vor allem für Menschen, die unter sehr großem geistigen Leistungsdruck stehen und sich entweder hohen Anforderungen gegenübergestellt sehen oder die sich einfach keine Fehler erlauben können.
Ayurveda ist sich der Ganzheit von Körper und Geist bewusst. Alle Behandlungsmethoden nutzen die engen Bande, um entweder den Körper über den Geist oder den Geist über den Körper zu beeinflussen.
Diesen Eindruck könnte man heute leicht bekommen. Tatsächlich ist es im Ayurveda sehr wichtig, dafür zu sorgen, dass ein Mensch sich wohl fühlt. Die Vorstellung ist, dass sich der Körper selbst heilt, wenn er sich wohl fühlt und im Einklang mit sich selbst steht.
Die meisten hierzulande in Massagepraxen oder Kosmetikstudios angebotenen Ayurveda-Anwendungen sind bisschen wie Ayurveda-light. Die Behandlungen sind kurz, wenig auf den einzelnen Gast abgestimmt und auf individuelle Kräutermischungen wird häufig ganz verzichtet. Eine gute Wirkung lässt sich damit auch erreichen - schließlich geht es in erster Linie um Wellness und Entspannung. Die Wirkung wird allerdings immens größer und langhaltiger, wenn nach einer ausführlichen ayurvedischen Diagnostik individuelle Abfolgen von ayurvedischen Massagen und Anwendungen mit individuell zubereiteten Kräuterölen, Heilkräuterpackungen oder ayurvedischen Tees zur Anwendung kommen.
Tatsächlich machen Vorsorgeprogramme nur einen kleinen Anteil in der Schulmedizin aus. Aber auch in der Schulmedizin hat man den Wert von Vorsorge erkannt und ist dabei, entsprechende Programme zu etablieren. In der ayurvedischen Medizin gehört Vorsorge schon seit 5.000 Jahren zum Alltag. Die im Vergleich zu unserer Schulmedizin wesentlich feinere Diagnostik erkennt Krankheitsvorstufen oder -risiken bereits lange vor Ausbruch einer Krankheit und ermöglicht so eine sehr effiziente Vorsorge. Ein einfaches Beispiel: Wenn man durchgefroren von einem langen Winterspaziergang nach Hause kommt, nimmt man intuitiv ein warmes Bad oder man trinkt einen warmen Kakao in Decken gehüllt auf dem Sofa. Dieses banale Beispiel leuchtet jedem Menschen ein. Draußen war es kalt, der Körper hat zuviel Kälte abbekommen und nun gleicht man dies mit warmen Getränken oder mit einem warmen Bad wieder aus.
Die ayurvedische Medizin ist darauf ausgelegt, schon dann etwas zu tun, wenn es noch leicht ist, eine Krankheit abzuwenden. Eben vorzusorgen. Warum eignet sich Ayurveda gerade zur Behandlung von chronischen Krankheiten? Unsere Schulmedizin ist sehr gut und stark in der Behandlung von schnell auftretenden Krankheiten, akuten Notfällen und ganz allgemein im chirurgischen Fachgebiet.
Patienten erleben dann Zeiten, in denen es ihnen richtig gut geht, und Zeiten, in denen die Krankheit wieder stark in den Vordergrund tritt. Über lange Zeit hohe Dosierungen von Medikamenten zu nehmen, bedeutet fast zwangsweise Nebenwirkungen für den betroffenen Menschen, die er oder sie dafür in Kauf nehmen muss.
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